Kirche

Gemeindebrief

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in Goethes berühmtestem Werk stellt Margarete, genannt Gretchen, der Hauptfigur Heinrich Faust die Frage: „Nun sag, wie hast du's mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon." Die Gretchenfrage unserer Tage hingegen lautet wohl eher: "Nun sag, wie hältst Du es mit dem Corona-Virus?" Worin wohl auch die Fragen mitschwingen: Glaubst Du, was man uns dazu erzählt und berichtet? Oder bist Du ein Geist, der eher verneint? Hältst Du Dich genau an die Vorschriften oder siehst Du die Dinge eher entspannt?

So haben wir alle in den letzten Wochen Dutzende von Diskussionen über Fallzahlen, den R-Wert, Schaden und Nutzen von Impfungen, die Rolle der Medien, etc. geführt und meine Erfahrung ist: Wer sich einmal eine Meinung gebildet hat, ist kaum umzustimmen durch "Fakten, Fakten, Fakten", seien diese nun von dieser oder jener Art. Es lässt sich daher vermuten, dass die Frage ob man z.B. eher ängstlich, angepasst, entspannt oder nur unter Protest mit der Corona-Gretchenfrage umgeht, sehr viel zu tun hat mit der ohnehin schon in einem wurzelnden Wesensart und Lebenseinstellung. Wer also zum Beispiel eher autoritätsgläubig aufgewachsen ist oder dessen Vertrauen in die guten Absichten seiner Eltern nie irritiert wurde, der dürfte wohl auch eher geneigt sein, unserer Kanzlerin ("Mutti Merkel") und dem Regierungshandeln stets Gutes zu unterstellen und es auch "brav" zu befolgen. Wer hingegen schon im Kindergarten rebellisch war und zu Regelverstößen neigte, den dürfte es auch in Corona-Zeiten eher zu Demos für die Freiheit von allen Verordnungen hinziehen. Und für alle Haltungen dazwischen finden sich m.E. ebenfalls biographische Wurzeln.

Daraus ergeben sich, wie ich finde, drei ziemlich wichtige (und nebenbei auch dem inneren und äußeren Frieden dienende ) Folgerungen:

1. Es entkrampft, in all den oft so kontroversen Debatten, die man mit seinen Mitmenschen führt, wenn man sich diesen Sachverhalt dabei vor Augen führt – also die Abhängigkeit der eigenen Einstellung von sehr grundsätzlichen Haltungen, die meist schon sehr früh verinnerlicht wurden – anstatt ständig erbitterte Kämpfe um "die Wahrheit" zu führen. Sehen wir unsere eigene zwangsläufige Voreingenommenheit dabei auch barmherzig an – sie ist einfach menschlich.

2. Es ist wichtig, dass wir verstehen, dass unser Gegenüber "seine Wahrheit" über Corona (und auch alles andere), ebenso dringend "braucht", wie wir die unsere, um in Übereinstimmung mit sich selbst zu bleiben, weil sie so tief verwurzelt ist in seiner Wesensverfasstheit. Es kann zu nichts als Verbitterung führen, ihn deswegen zu verhöhnen, lächerlich zu machen oder für einen verantwortungslosen Taugenichts zu halten. Sehen wir darum auch den anderen in seiner zwangsläufigen Voreingenommenheit mit gütigen Augen an!

3. Unsere Gesellschaft braucht, um den "besten" Weg zu finden, alle unsere "Voreingenommenheiten" zusammen und in ihrem Diskurs. Sie braucht Vielfalt! Stellen Sie sich nur mal vor, diejenigen hätten alleine das sagen, die sehr stark alles kontrollieren und einhegen wollen oder anders nur diejenigen, die gar keine Machtverhältnisse und Vorschriften akzeptieren wollen! Beides wäre am Ende lebensverneinend und tödlich. Unsere Medien sollten sich darum auch tunlichst darum bemühen, ausgewogen alle wesentlichen Meinungen und Haltungen in der Gesellschaft aufzuspüren und darzustellen und keine Denkrahmen vorzugeben, die eine als alternativlos vorgestellte Meinung einseitig unterstützen. Nur dann haben sie den Würdetitel "4. Gewalt im Staat" verdient und nutzen die besonderen, ihnen ja nur zu diesem Zweck gewährten Freiheiten zum Wohle des Ganzen unserer Demokratie.

Abgesehen davon kann man das eigene Immunsystem manchmal auch dadurch unterstützen, dass man nicht immer wieder aufs Neue mit voller Energie die eigene Wahrheitsartillerie abfeuert, sondern zumindest hier und da auch mal einen Waffenstillstand vereinbart. Goethes Faust antwortet in diesem Sinne auf die ihm gestellte Gretchenfrage übrigens

rhetorisch gekonnt und ausweichend: “Lass das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut."

 

Kommen Sie gut und behütet durch diesen Sommer!

 

Ihr Pfarrer Michael Fröhlich

 

 

Tut mir auf die schöne Pforte? … von wegen!

Unsere Konfis im Corona-Wartestand – wie geht es weiter?

Der aktuelle Konfirmandenjahrgang, immerhin 15 Jungen und Mädchen aus Schönstadt, Reddehausen und Schwarzenborn, konnte bislang immer noch nicht eine schöne Konfirmationsfeier erleben und ist quasi "im Wartestand". Durch die Lockerungen im Bereich Gottesdienst, die seit Mai nun gelten und die wir seit dem Himmelfahrtsfest auch bei uns mit Hygiene- und Schutzmaßnahmen in Verbindung erproben, erlauben es uns jetzt aber, zumindest mal über eine Konfirmation nach den Sommerferien nachzudenken. Da das Platzangebot in unserer Kirche aufgrund der derzeitigen Abstandsregeln sehr begrenzt ist (ca. 40 Plätze), die Konfis aber natürlich gerne Eltern, Verwandte, Paten und Freunde dabeihätten bei Ihrem großen Moment in der Kirche, planen wir, am Sonntag, 30. August 2020 evtl. mehrere Feiern an einem Tag für dann jeweils ca. fünf Konfis anzusetzen. Die Details (mögliche Uhrzeiten, etc.) werden noch mit den Eltern auf einem verkleinerten Elternabend besprochen, aber wir bitten schon jetzt um Rücksichtnahme, dass an diesem Sonntag dann ein sonstiger gemeindlicher Besuch der Gottesdienste zur Konfirmation bitte entfallen muss, damit unsere Konfis Ihre Lieben (oder wenigstens einen Teil derer) zu Ihrer Feier einladen können. Das alles ist natürlich abhängig von den dann geltenden gesetzlichen Bestimmungen, aber wir hoffen, dass wir so wenigstens einen gewissen Ersatz anbieten können für die sonst so schönen großen Feiern, bei denen unsere Jugendlichen sich zu Ihrem Glauben bekennen und gesegnet werden für Ihren weiteren Lebensweg.

 

 

Die neuen Konfis stehen in den Startlöchern

Konfirmandenarbeit in Corona-Zeiten – eine Herausforderung

Insgesamt 16 Jugendliche aus Schönstadt, Betziesdorf, Anzefahr, Reddehausen, Schwarzenborn und Sindersfeld sind für den neuen Kurs 2020/21 bei Pfarrer Fröhlich in Schönstadt angemeldet. Nachdem schon der einführende Elternabend im März dem Versammlungsverbot zum Opfer gefallen war, mussten auch die im Mai eigentlich regulär beginnenden Konfirmandenstunden im Gemeindehaus wg. der Pandemie bislang entfallen. Mit den nun einsetzenden, zumindest teilweisen Schulöffnungen ergeben sich neue Spielräume, wenn auch begrenzt, auch für die kirchliche Bildungsarbeit. Gruppen dürfen allerdings hierbei in der Bildungsarbeit nur max. 15 Personen umfassen und auch das nur, wenn ausreichend große Räume zur Verfügung stehen, ein Hygienekonzept muss erarbeitet sein, etc. All dies führt dazu, dass die neuen Konfis vor den Sommerferien nur noch einmal in zwei getrennten Gruppen "in echt" zusammenkommen, um sich kennenzulernen und etwas Material für das eigenständige Erarbeiten von Inhalten der Konfirmandenarbeit in die Hand zu bekommen. Auch unser sonst übliches Gemeindepraktikum können wir nur stark reduziert durchführen, ungewiss bleiben bislang Tagesausflüge, Exkursionen und auch die sonst übliche Freizeit. Hier müssen wir die weitere Entwicklung der Pandemie abwarten. Dennoch geht die Hoffnung dahin, nach den Sommerferien zumindest wieder regulären Unterricht in den beiden Kleingruppen anbieten zu können.



 

Die neuen
Konfirmandinnen und Konfirmanden

 

Schönstadt:

 

Franz, Nelio Johann

Lampmann, Leon

Matysza, Lina Sophie

Röser, Mika

Sauer, Frauke Sophie

Schutte, Julia

Wege, Tim

 

Reddehausen:

 

Marčič, Mike-Leonard

 

Schwarzenborn:

 

Wellner, Luca

 

Cölbe:

 

Stein, Jonathan

 

Betziesdorf mit Anzefahr und Sindersfeld:

 

Albrecht, Lilliane

Fuchs, Amelie

Fuchs, Cedric Johannes

Göttig, Jan Luca

Grebing, Emma

Hühn, Martha

Jockel, Franziska

Nau, Elena



 

Fundstück aus der Zitatenkammer…

 

"Wenn man nichts anderes Vorbringen kann vor sich selber als Furcht vor den Krankheiten, die sich rundherum abspielen in einem epidemischen Krankheitsherd und mit dem Gedanken der Furcht hineinschläft in die Nacht, so erzeugen sich in der Seele die unbewussten Nachbilder, Imaginationen, die durchsetzt sind von Furcht. Und das ist ein gutes Mittel, um Bazillen [= Viren] zu hegen und zu pflegen. Kann man nur ein wenig mildern diese Furcht durch werktätige Liebe zum Beispiel, wo man unter den Verrichtungen der Pflege für die Kranken etwas vergessen kann, dass man auch angesteckt werden könnte, so mildert man auch durchaus die Pflegekräfte für die Bazillen." (Rudolf Steiner, 1861-1925)

 

 

 

Sorgen? Einsamkeit? Konflikte in der Corona-Zeit? Traurigkeit?

 

Wenn es Ihnen gut täte, einfach mal mit einem Menschen außerhalb Ihres üblichen Kreises zu sprechen, sie aber Angst haben vor Besuch in der Corona-Zeit, dann scheuen Sie sich bitte nicht, mich anzurufen und/oder einen Termin für ein Telefonat mit mir zu vereinbaren. Ich bin gerne seelsorgerlich für Sie da!  

 

Ihr Pfr. Fröhlich Tel. 06427.8062

 

PS: Auch wenn Sie einen Menschen kennen, der sich vielleicht über einen Anruf des Pfarrers freut, dürfen Sie sich gerne an mich wenden und mir seine Nummer sagen – bitte nicht abwarten und frustriert sein, dass sich keiner meldet, sondern einfach selbst zum Hörer greifen und aktiv werden!

 

 

 

Auf Abstand und doch berührend!

Unsere Gottesdienste in der Corona-Zeit

Mit dem Wonnemonat Mai kamen auch erste Lockerungen in Bezug auf die Wiedereröffnung von Gottesdiensten und der sonstigen Gemeindearbeit. Als Kirchengemeinde hatten wir von März bis Mai unsere drei Kirchen sonntäglich (und im Falle Schwarzenborns sogar das ganze Wochenende über) geöffnet für das Gebet Einzelner, weil wir glauben und auch gespürt haben, wie wohltuend und beruhigend gerade in Krisenzeiten ein Besuch in der Kirche sein kann und das die Einkehr dort noch einmal eine andere Qualität haben kann als an anderen Orten.

Nun ist beginnend mit zwei Gottesdiensten im Freien im Pfarrgarten zu Himmelfahrt und Pfingsten der regelmäßige, sonntägliche Gottesdienst wieder "bei uns im Programm". Leider sind die Kirchen in Schwarzenborn und Reddehausen zu eng gebaut und zu klein, um angesichts der geltenden Abstands- und Hygienebestimmungen dort schon wieder verantwortungs-voll Gottesdienste anbieten zu können. Aber: unsere Martinskirche in Schönstadt bietet Platz für ca. 40 Personen auf Abstand und so können wir hier wieder gemeinsam Gottesdienst feiern. Allerdings unter gewissen Auflagen, die für unsere gesamte Landeskirche bei Feiern im Innenraum einer Kirche gelten. Diese sind u.a.:

Abstandsregelung (mindestens 1,5 m.)

Kein gemeinschaftliches Singen

Dringende Empfehlung von Nasen-Mund-Bedeckung; (in jedem Falle bei Zutritt und Ausgang).

Verkürzte Liturgie und Dauer der Gottesdienste (ca. 30 Min.)

In Anlehnung an unsere bisherige Gottesdienstordnung laden wir daher ein zu einem:

 

Gottesdienst am letzten Sonntag eines jeden Monates um 18.00 Uhr abends in Schönstadt

Gottesdienst an jedem weiteren Sonntag um 11 Uhr in Schönstadt 

 

Die sonst üblichen Abendgottesdienste nach Taizé, bei denen wir uns im Kreis im Altarraum versammelt haben, können so momentan leider nicht stattfinden, statt dessen wird ein "normaler" Abendgottesdienst angeboten.

 

Taufhandlungen und Trauungen

 

Taufen finden unter den geltenden Bedingungen nicht mehr wie sonst üblich im Gottesdienst der Gemeinde statt, sondern als eigene Feiern mit eher privatem und familiärem Charakter. Daher entfallen auch die sonst üblichen Taufsonntage bis auf Weiteres. Wenn Sie eine Taufe planen, sprechen Sie bitte Pfr. Fröhlich direkt auf einen Terminwunsch hin an. Das gleiche gilt natürlich auch für kirchliche Trauungen oder Gedenkfeiern (Goldene Hochzeiten u.ä.).

 

Sonstige Gemeindearbeit

 

Abgesehen von einzelnen Treffen der neuen Konfirmanden (s. Bericht zur Konfirmandenarbeit) finden derzeit keine Veranstaltungen im Gemeindehaus statt. Der Frauenkreis ist ohnehin in seiner Sommerpause; Chorproben sind in Innenräumen nach wie vor nicht erlaubt und für unseren neuen Kindertreff und den Kindergottesdienst sind die Bedingungen ebenfalls noch nicht wieder so, dass wir verantwortlich bzw. ohne immensen Aufwand starten können. Wir hoffen auf die Zeit nach den Sommerferien – und Frau Huster plant dafür bereits fleißig schöne Aktionen für den Kindertreff für "die Zeit danach". Gruppen, die wieder beginnen wollen und können, sprechen dann im Vorfeld mit Pfr. Fröhlich über die nötigen Schutz- und Hygienemaßnahmen, die zu beachten sind.

 

 

Alt sein in Zeiten von Corona

Erfahrungen einer Gemeindekrankenschwester aus Schönstadt

 

Es sind schon besondere Zeiten, in denen wir leben. Fast kann ich es nicht mehr hören: jede Spekulation, was sich durch Covid- 19 wohl ändern - oder auch nicht ändern- wird; wie schnell- oder langsam- wir wieder in welche Normalität zurückkehren.... Sie kennen die Diskussionen und Überlegungen aus der Presse sicher selber.

Ich möchte mehr die Aufmerksamkeit darauf richten, wie ältere Mitmenschen diese Zeit erleben- beobachtet in der normalen täglichen Arbeit in der ambulanten Pflege.

Viele gerade ältere Pflegebedürftige leben alleine zu Hause, die Angehörigen wohnen oft in anderen Orten mehr oder weniger weit weg. Für Viele ist das Personal vom Pflegedienst der einzige zuverlässige tägliche Kontakt. Da wir natürlich weiter arbeiten hat sich für diese Menschen nicht viel geändert, außer dass sie sich an unseren Mundschutz gewöhnen mussten. Viele andere haben aber ein eigentlich funktionierendes soziales Umfeld aus Familie, Nachbarn, Freunden- da ist der normale Kontakt weitestgehend weggebrochen. Gerade für die dementiell veränderten Älteren ist auch Telefon oder Skype kein angemessener Ersatz, weil z. B. die Bilder nicht realisiert werden. Manchen wurde von ihren besorgten Angehörigen regelrecht verboten, aus dem Haus zu gehen, selbst wenn sie - wie bei uns auf dem Dorf normal- einen eigenen Hof mit Bank drauf haben, auf der sie alleine sitzen können.

Und- ja: der Mundschutz ( ob medizinisch oder provisorische Mund- Nasen- Bedeckung)!

 

Mehr als uns normalerweise bewusst ist, bestimmt neben dem gesprochenen Wort unsere Mimik, wieviel wir von einem Gespräch verstehen und ob wir die mitklingenden Emotionen erkennen. Das entfällt mit einer Mundbedeckung. Für Schwerhörige ist das sehr frustrierend und für uns anstrengend: Worte und Sätze mehrfach wiederholen, dabei lauter werden (dabei wissen wir, dass dadurch das Verstehen nicht besser wird)- oft werden beide Seiten dann ungeduldig. Das gilt noch mehr für altersverwirrte Menschen, die den Sinn nicht verstehen.

 

Nebenbei: das Arbeiten damit in überhitzten, feucht- warmen Bädern ist eine echte Herausforderung !

 

Viele unserer Patienten gingen bisher 1-3 mal pro Woche in die Tagespflege und sind seither richtig aufgeblüht. Wir können bei Einzelnen von Woche zu Woche merken, wie Stimmung, Orientierung und (geistige) Beweglichkeit abnehmen.

 

Andere haben bisher regelmäßig unseren Service der Begleitung beim Einkaufen angenommen: oft das Highlight der Woche für Leute, die lange nicht mehr selbst beim Einkaufen waren, sondern nur Einkaufszettel geschrieben haben. Auch die müssen jetzt zu Hause bleiben, weil das Risiko sich anzustecken zu groß ist. Jetzt sind sie wieder beim Einkaufszettel und sind jede Woche neu enttäuscht, dass sie nicht mitfahren können.

 

Ganz schwierig wird es bei denen, die jetzt im Krankenhaus liegen- oft schwer krank oder sterbend. Unter Quarantäne eine böse Diagnose zu bekommen und keinen nahestehenden Menschen da zu haben (oder nur kurze Minuten) , der das Entsetzen mit einem teilt- wie furchtbar für beide Seiten.

 

Ich will das Infektionsrisiko nicht kleinreden oder Covid 19 verniedlichen. Wir sind aber hier „auf dem platten Land“ in der glücklichen Lage, weniger Infektionen zu haben als die Hotspots und dafür mehr Platz, um Abstand halten zu können. Vielleicht kann ja unter diesen Voraussetzungen unseren älteren Mitbürgern mehr die Chance gegeben werden unter Wahrung von Abstand und mit Händedesinfektion Kontakte zu halten, um Lebensqualität zu erhalten. Wir öffnen Arbeit, Schulen, Kindergärten- hoffentlich sind auch kleine Öffnungen für diese spezielle Risikogruppe

 

irgendwann wieder möglich.

 

Bericht Monika Peuscher



 

Desinfizierte Legosteine und keine Sommerpause

 

Zur aktuellen Situation in unserem Kindergarten

 

Die Corona-Krise trifft auch unseren Kindergarten hart. Die Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun, die geforderten Maßnahmen umzusetzen. Die Verantwortung dafür wurde den Kommunen und Trägern, in unserem Fall der Ev. Kirche übertragen. Es wurden entsprechende Vorkehrungen für Hygiene und Abstandshaltung getroffen, die auch von den Eltern beim Bringen und Abholen der Kinder geduldig akzeptiert werden.

 

Die auferlegte Ruhezeit haben die MitarbeiterInnen dafür benutzt, alle Spielsachen bis auf den kleinsten Legostein gründlich zu reinigen. 

 

Diese Krise ist eine besondere Herausforderung, die die ErzieherInnen bewältigen müssen, denn auch die Kleinen sind derzeit besonderen Belastungen ausgesetzt. So leiden doch viele Kinder darunter, dass sie aus ihrem gewohnten Alltag gerissen wurden und ihre Freunde und Spielkameraden nicht treffen konnten 

 

In der derzeitigen Notbetreuung könnten bis zu 30 Kinder betreut werden. Es sind derzeit jedoch deutlich weniger Kinder im Kindergarten. Vorrangig werden Kinder aufgenommen, deren Eltern zur „System relevanten Gruppe“ gehören. Die Eltern wurden darauf hingewiesen, gewissenhaft zu prüfen ob ihr Kind zu Hause betreut werden kann oder in die Notbetreuung kommen muss. 

 

Der Kindergarten macht in diesem Jahr keine Sommerferien, was den meisten Eltern sehr entgegen kommen wird, denn Viele mussten einen Großteil ihres Urlaubs wegen der Krise bereits vorab nehmen, nicht zuletzt zur Betreuung ihrer Kinder.

 

Bereits nach Pfingsten sind weitere Lockerungen geplant, die wieder eine Anpassung der Situation im Kindergarten erfordern. Der Leiter Herr Grunewald ist zuversichtlich, zusammen mit seinen MitarbeiterInnen auch diesen nächsten Schritt zu bewältigen in der Hoffnung, dass bald wieder eine Normalität eintreten kann.

 

Bericht Heidrun Wolf

 

 

 

Gut behütet und gesegnet in die Schule!

Zwei Einschulungsgottesdienste für die Schulanfänger 2020

"Alles ist an Gottes Segen und an seiner Gnad gelegen" - so heißt es in einem schönen Lied. Am Anfang der "Schulkarriere" soll für diejenigen Kinder, deren Eltern das wünschen, daher auch in diesem besonderen Jahr, ein Segnungsgottesdienst stehen, bei dem den Kindern Mut und Zuversicht für das Übertreten dieser neuen Schwelle in Ihrem Leben von Gott her zugesagt und versprochen werden soll. Normalerweise kommen dazu auch die älteren Kindern und eine "Abordnung" aus dem Kindergarten, dazu vielfach Großeltern, Paten, Geschwister und weitere Freunde und Verwandte zusammen. In Corona-Zeiten geht das ja bekanntlich nicht und wir müssen umgestalten und haben uns etwas Neues einfallen lassen: Es wird in diesem Jahr zwei Schulgottesdienste geben mit je acht Kindern, die dann bis zu zwei "Gäste" für Ihre Feier mit einladen dürfen. So halten wir die Hygiene- und Abstandsregeln gut ein in unserer großen Kirche und die Feier wird – wie alle Gottesdienste zur Zeit – etwas verkürzter und "familiärer" sein als sonst üblich.

Damit die Kinder wenigstens Ihre beiden "Gäste" mitbringen können, bitten wir die übrige Gemeinde (zu unserem eigenen Bedauern) von einem Besuch der beiden Gottesdienste Abstand zu nehmen!

 

 

 


Unsere Tauschbücherei bekommt ein neues Zuhause

Nachdem die Sparkassenfiliale geschlossen wurde, war die Schönstädter Tauschbücherei seit einigen Jahren im gelben Ausstellungswintergarten der Fa. Wolf in der Hebertsbach untergebracht. Da dieser nun einen neuen Besitzer hat, musste ein neuer Platz für die Bücher gefunden werden. 

Unser Bürgermeister Dr. Jens Ried, hatte die Idee, die Bücherei im Jugendclub neben dem Bürgerhaus einzurichten. Der Jugendclub soll nun dafür renoviert und abgeteilt werden, so dass noch genügend Raum für die Jugendlichen bleibt. Darum kümmert sich die Gemeinde. Der genaue Zeitpunkt für die Fertigstellung steht jedoch noch nicht fest. Derweil schlummern die Bücher in Kisten. 

Dieser neue Standpunkt in unmittelbarer Nähe des neuen Dorfladens ist sehr praktisch, da man einen Besuch in der Bücherei direkt mit dem Einkauf verbinden kann.

Die Tauschbücherei wird erfreulicherweise stets gern besucht, sogar Menschen von außerhalb hielten mitunter bei der Durchfahrt an, um darin zu stöbern. Das wird hoffentlich im neuen Domizil so bleiben. Unsere fleißigen „Bücherei-Betreuerinnen“ Gisela Ebelt und Antje Burgard kümmern sich nach wie vor darum, die gespendeten Bücher zu sortieren und in Rubriken einzuteilen. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön dafür.

 

 

 

Besondere Geburtstagsjubiläen unserer Gemeindeglieder

 

Es werden…

10 Jahre:

Reddehausen:       Thilo Schwieger (05.07.)

20 Jahre:

Schönstadt:          Mona Lindmaier (02.07.), Lena Pinschmidt (17.07.), Adrian Hassenpflug (01.08), Adelhelm Janek (17.08.)

Reddehausen: Leon Dingeldein (08.06.), Celine Eife (18.08.), Niklas Schmidt (18.08.)

30 Jahre:

Schönstadt: Kyra Bräunig (04.07.), Tibor Herwig (06.08.), Sinah Christin Grähning (08.08.)

40 Jahre:

Reddehausen: Alexander Siegert (20.06.)

50 Jahre:

Schönstadt: Hans-Peter Wagner (19.08.), Matthias Groß (21.08.), Ilona Michl (24.08.)

60 Jahre:

Schönstadt: Erich Henseling (16.06.)

Reddehausen: Thomas Schimansky (15.06.)

70 Jahre:

Schönstadt: Lydia Göbel (05.07.), Renate Münzer (19.07.)

Reddehausen: Walter Zimmer (09.06.), Johanna Theis (11.06.)

Schwarzenborn: Waltraud Klaus (23.07.)

75 Jahre:

Schönstadt:          Günter Hahn (24.08.)

Schwarzenborn:   Annemarie Maue (16.06.)

80 Jahre:

Schönstadt:          Maria Staffel (09.07.)

85 Jahre:

Reddehausen: Erwin Siegert (09.07.)

93 Jahre:

Schönstadt: Waltraut Henseling (24.07.)

95 Jahre:

Schönstadt: Margarete Lang (25.07.)

Reddehausen: Maria Finkenstein (09.08.)

 

Allen Geburtstagskindern herzliche Glück- und Segenswünsche!

 

Wer keine Veröffentlichung seiner Geburtsdaten im Gemeindebrief wünscht, möge sich bitte rechtzeitig (mindestens drei Monate vorher) an das Pfarramt in Schönstadt wenden (Tel.: 06427 8062),

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und diese personenbezogenen Daten sperren lassen.

 

 

Aus den Kirchenbüchern...

von März bis Mai 2020

 

Goldene Hochzeit

Agnes und Karl Müller, am 10.04.2020 in Schönstadt

Diamantene Hochzeit

Ursula Zankl-Krauskopf und Dr. Heinrich Zankl, am 31.05.2020 in Schönstadt 

Gnadenhochzeit

Martha und Heinrich Schneider, am 23.04.2020 in Schwarzenborn

Bestattung

Uwe Heinrich Hettinger (57 Jahre), am 10.03.2020 in Schönstadt

Friedrich Kaspar Bender (85 Jahre), am 12.03.2020 in Schönstadt

Wilhelm Adam Nau (92 Jahre), am 02.04.2020 im Friedwald Bad Laasphe

                        Eva Margarete Göttig (85 Jahre), am 29.05.2020 in Schönstadt

 

 

 

Wichtige Adressen:

Pfr. Michael Fröhlich, Am Berg 4, Schönstadt, Tel.: 06427 8062

Stellvertr. Kirchenvorstandsvorsitzender: Erwin Müller, Hebertsbach 24a, Schönstadt, Tel.: 06427 698 

Sekretariat Ev. Pfarramt, Am Berg 4, Frau Petra Schmidt

Bürozeiten: Donnerstags von 9.00 – 12.00 Uhr 

Küsterdienste:

Schönstadt: Helga Steckbauer, Am Berg 39, Tel.: 06427 1342

Schwarzenborn: Der Kirchenvorstand, Tel.: 06427 925551 

Spendenkonto der Kirchengemeinde: Kirchenkreisamt, Sparkasse Marburg- Biedenkopf, IBAN: DE17 5335 0000 0000 0124 67; BIC: HELADEF1MAR, Verwendungszweck: Kirchengemeinde Schönstadt u. Gemeindebrief

Unseren aktuellen Gemeindebrief mit allen Veranstaltungen und Gottesdiensten finden Sie auch unter www.schoenstadt.net unter der Rubrik Kirche.

 

 

 

 


 

 

 

 



 


 

 

 

 

 

Zusätzliche Informationen

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