Presseberichte Elektromobilität

Bericht im Burgwaldspiegel vom 16.05.2014

 

„schöner-mobil“ - Carsharing in Schönstadt offiziell gestartet


 Nachdem das Carsharing-Modell mit Elektromobilen seit knapp einem Monat mit über 100 Fahrten erfolgreich angelaufen ist, wurde das Projekt nun auch offiziell eingeweiht. Am Samstag, den 03.05.2014 nahmen Vertreter aus Politik, der Region Burgwald-Ederbergland, Sponsoren, Mitglieder und Schönstädter Bürgerinnen und Bürger an der Veranstaltung teil.

Regine Hassenpflug, Vorsitzende des Vereins „Gemeinsam Unterwegs e.V.“, begrüßte die Gäste und erläuterte, dass der Verein zu einer nachhaltigen Entwicklung Schönstadts beitragen will. Dabei ist das „schöner-mobil“ – Carsharing Modell das erste Projekt, dem hoffentlich noch weitere folgen werden.

Herwig Hahn, der ebenfalls im Vorstand des Vereins ist, ließ dann in seiner Rede noch einmal die Stationen von der Idee bis zur Umsetzung des Projektes Revue passieren und bedankte sich bei allen Unterstützern, die hierzu ihren Beitrag geleistet haben. Neben einem attraktiven Mobilitätsangebot für Schönstadt sollte damit auch der ein oder andere Zweit- oder Drittwagen überflüssig werden. Bei einem Mietpreis von nur 1,60 Euro je halbe Stunde ohne Kilometerbegrenzung sollte dies machbar sein.

Angelika Löber, Mitglied des Hessischen Landtags, zeigte sich in ihrem Grußwort begeistert von dem Projekt. Wo die Politik zwar Rahmenbedingungen und Ziele für den Klimaschutz und Nachhaltigkeit setzen kann, geht letztlich nichts ohne die Ideen und Tatkraft vor Ort und einem großen ehrenamtlichen Engagement.

Auch Stefan Schulte, Regionalmanager der Region Burgwald-Ederbergland e.V., der die Förderung aus dem EU-Leaderprogramm angestoßen hat, zeigte sich erfreut über die erfolgreiche Umsetzung des Projektes. Dies zeigt, dass Carsharing auch auf dem Land funktionieren kann und dass Schönstadt hier wieder einmal Pionierarbeit geleistet hat.

Zum Abschluss erläuterten Regine Hassenpflug und Herwig Hahn noch einmal die Vision des gegründeten Vereins „Gemeinsam Unterwegs e.V.“: Projekte, die der Umwelt und der Stärkung der lokalen gemeinwohlorientierten Strukturen dienen, aber auch dazu beitragen Schönstadt als Wohnort für Familien attraktiv zu halten.

Bei Kaffee und Kuchen und einem intensiven Austausch zu den bereits gemachten Erfahrungen zur Elektromobilität klang die gelungene Veranstaltung aus.

Der Verein weist darauf hin, dass weitere Teilnehmer am Carsharing herzlich willkommen sind. Kontaktdaten sind auf www.schoenstadt.net unter dem Link Elektromobilität zu finden. Auch wer Ideen für Projekte hat, die Schönstadt zu Gute kommen, kann sich unter der genannten Adresse an den Vorstand wenden.

 

 


 

 

 

Bericht in der Oberhessischen Presse vom 07.05.2014
 
 
Car-Sharing

 

Schönstädter sind mit Strom unterwegs

 

Das Carsharing-Projekt Schönstadts könnte ein Modell für weitere Dörfer werden, um die Mobilität auf dem Lande umweltfreundlich und erschwinglich zu halten - und speziell auch für Seniorenzu sichern.

 

Initiatoren des Vereins, Vertreter der Politik und Sponsoren mit den beiden Elektroautos vor der Tanksäule am Bürgerhaus in Schönstadt.Fotos: Manfred Schubert

Initiatoren des Vereins, Vertreter der Politik und Sponsoren mit den beiden Elektroautos vor der Tanksäule am Bürgerhaus in Schönstadt.Fotos: Manfred Schubert

© Manfred Schubert

 

 

 

Schönstadt. Schönstadt hat erfolgreich das deutschlandweit größte über eine Bürgergenossenschaft betriebene Nahwärmenetz errichtet. Nach „schöner“, sprich umweltfreundlicher warm, ist das Dorf jetzt auch noch „schöner-mobil“ geworden.

Am Samstag fand die Einweihung des Elektro-Carsharing statt. Dank des Einsatzes einiger Schönstädter, denen es gelang, weitere Mitbürger, Politiker der Gemeinde sowie Sponsoren von ihrem Vorhaben zu überzeugen, konnte das nichtkommerzielle Projekt verwirklicht werden.

So konnte auch die größte Hürde, die Anfangsinvestitionen für die Elektrofahrzeuge und die Ladesäule, durch die erfolgreiche Beantragung von Fördermitteln aus dem Leader-Programm der Europäischen Union überwunden werden.

Landrat Robert Fischbach hatte im November dem Träger des Projekts „Gemeinsam unterwegs - Verein zur nachhaltigen Entwicklung Schönstadt“, der sich Ende Juni 2013 gegründet hatte, den Bewilligungsbescheid überreicht. Die Kosten fast aller Anschaffungen des Carsharing-Projekts werden mit 50 Prozent bezuschusst.

Seit dem 28. März stehen zwei Renault Zoe vor der Ladesäule am Bürgerhaus für ihre Nutzer bereit. Seither seien diese über 100-mal gebucht worden, also jedes Auto rund zweimal pro Tag, berichtete Herwig Hahn, stellvertretender Vorsitzender von „Gemeinsam unterwegs“ den etwa 40 Zuhörern. Das angestrebte Minimum sei somit schon erreicht.

Ergänzt wird das Fahrzeugangebot am Wochenende durch den ebenfalls elektrisch betriebenen Renault Kangoo ZE der Gemeinde Cölbe, der größere Transportkapazität bietet. Bei der Gemeinde können insbesondere Senioren telefonisch die Fahrzeuge buchen, zusätzlich zur Buchungsmöglichkeit per Internet.

Jeder, der bucht, kann auch eine Mitfahrgelegenheit anbieten und so helfen, die Zahl der Fahrten insgesamt zu reduzieren. Ein Blick auf die Buchungsplattform unter www.schoenstadt.mobilesdorf.de zeigt, dass dies häufig geschieht.

Geplant sei auch, erklärte Hahn, dass Menschen, die nicht selbst fahren können oder wollen, einen Fahrer anfragen können. Dafür suche man noch ehrenamtliche Fahrer. Auch sollen noch Elektrofahrräder, darunter ein Lastenfahrrad, angeschafft werden, um noch flexiblere und dazu gesundheitsfördernde Mobilität zu ermöglichen.

Ortsvorsteher Hannes Weber gab zu, er sei skeptisch gewesen, als Pfarrer Michael Fröhlich, der Umweltbeauftragte des Kirchenkreises Kirchhain, Ende 2012 mit der Idee kam, nichtkommerzielles Carsharing mit Elektroautos in Schönstadt auszuprobieren. Trotzdem habe er mitgemacht. „Den meisten Menschen ist noch nicht klar, wie weit der Klimawandel schon fortgeschritten ist“, wies Weber auf ein wesentliches Ziel des Projektes hin, durch Minimierung des CO2-Ausstoßes zum Klimaschutz beizutragen. „Wir brauchen noch mehr Unterstützer in diesem Verein, auch für weitere Projekte“, betonte er. Falls die Klimakatastrophe eintrete, wolle man zumindest sagen können, dass man getan habe, was möglich war.

Michael Meinel, Klimaschutzmanager im Nordkreis, stimmte zu. Es sei wichtig, eine nachhaltige Mobilität zu schaffen. Stefan Schulte, Manager der Region Burgwald-Ederbergland, über die und den Landkreis die Leader-Fördermittel beantragt wurden, ergänzte, dass jetzt das Projekt „Flinc“ in der Region anlaufe, um mit den modernen Kommunikationsmöglichkeiten Fahrgemeinschaften zu bilden.

Die Kreisbeigeordnete Angelika Löber (SPD) betonte, dass dieses Projekt, Carsharing im ländlichen Raum mit Elektromobilen und von den Stadtwerken Marburg gesponsertem Ökostrom, ein Modell für andere Gemeinden werden könne. Daher wolle der Landkreis es begleiten, dessen Ziel sei, bis 2050 den Energiebedarf für Mobilität um 70 Prozent zu senken. Uwe Helfert vom Gemeindevorstand unterstrich, dass nachhaltige Entwicklung in Cölbe einen hohen Stellenwert habe, bei dem beispielgebenden Projekt in Schönstadt sei auch das soziale Miteinander ein wichtiger Aspekt. Die Vorsitzende Regine Hassenpflug warb ebenfalls um neue Mitstreiter für den Verein „Gemeinsam unterwegs“.

von Manfred Schubert



 


 


Bericht im Burgwaldspiegel vom 13.12.2013


Carsharing in Schönstadt wird Wirklichkeit

 

Nach monatelanger Vorarbeit, Initiierung verschiedener Veranstaltungen, z. B. dem Schöner-Mobil-Tag, war nun der spannende Moment gekommen:

 

Werden ausreichend Schönstädter Bürgerinnen und Bürger der Einladung folgen und dem bereits gegründeten Verein „Gemeinsam unterwegs“ beitreten und das Carsharing Wirklichkeit werden lassen?

 

Das Ergebnis war beeindruckend. 21 Haushalte traten dem Verein noch am selben Abend bei. Durch die Kombination aus Einzel-und Familienmitgliedschaften ergibt sich damit ein Nutzerpotenzial von 47 mitmachenden Schönstädterinnen und Schönstädter. Dies ist nicht nur eine Bestätigung für die bisher geleistete Arbeit der Projektgruppe, sondern zeigt auch, dass es auf dem Dorf genügend Nachfrage für Carsharing gibt und dies noch innovativ und umweltbewusst mit Elektrofahrzeugen.

 

Auf dieser Basis können nun die ersten Aufträge vergeben werden. Starten wird das Projekt mit zwei Renault ZOE und einer Stromladesäule am Bürgerhaus. Auch das Buchungssystem sowie die Chipkarten und die Schlüsseltresore für die Fahrzeuge werden jetzt geordert.

 

Der Betrieb soll zum 1. März 2014 aufgenommen werden. Dies wird mit einer offiziellen Eröffnungsfeier mit Presse, Sponsoren und Gemeinde entsprechend gewürdigt werden.

 

Natürlich können auch noch weitere Schönstädter Bürgerinnen und Bürger, die am diesem Abend verhindert waren, dem Verein beitreten. Hierzu kann der Vorstand des Vereines (Regine Hassenpflug, Herwig Hahn oder Pfarrer Michael Fröhlich) direkt angesprochen werden. Die Beitrittserklärung und weitere Informationen wie Telefonnummern und Adressen sind aber auch unter www.schoenstadt.net und dem Link „Elektromobilität“ zu finden.

 

Nach der Umsetzung der Nahwärmeversorgung geht Schönstadt mit dem Projekt Carsharing auf Basis von Elektrofahrzeugen einen weiteren beispielhaften Schritt auf den Weg in eine umweltbewusste und nachhaltige Zukunft unseres Dorfes. Dies kann auch Motivation für andere Orte sein. Die Energiewende ist machbar – von uns selber.


 


 


Bericht im Burgwaldspiegel vom 15. November 2013


Carsharing für Schönstadt – Fördermittel und mehr


Wieder ist das Projekt Carsharing für Schönstadt seiner Umsetzung einen großen Schritt näher gekommen! Landrat Robert Fischbach überreichte dem Verein „Gemeinsam unterwegs“ den Bewilligungsbescheid über die Fördermittel aus dem EU-LEADER-Programm. Mit der bewilligten Förderung werden die Kosten fast aller Anschaffungen des Carsharing-Projekts mit 50% bezuschusst.


In seiner Rede wies Landrat Robert Fischbach darauf hin, dass das Projekt Modellcharakter besitzt. Denn Carsharing auf dem Lande ist noch immer ein sehr ambitioniertes Ziel, da die Strukturen hier mit denen in der Stadt nicht vergleichbar sind. Er wünschte den anwesenden Projektmitgliedern viel Erfolg bei der Umsetzung des Projektes, könnte es doch ein Startsignal für weitere Kommunen sein, ähnliche Ziele zu verfolgen.


Damit es nun bald losgehen kann, sind erneut alle umweltbewegten Schönstädter Bürgerinnen und Bürger gefragt. Aufgrund des erfreulichen Rücklaufs aus der Fragebogenaktion und den abgegebenen Interessenbekundungen gibt es ausreichend Potential, das Projekt in die Praxis umzusetzen. Hierfür müssen nun alle Interessenten dem bereits gegründeten Verein „Gemeinsam unterwegs“ beitreten und damit ihre Teilnahme am Carsharing-Projekt auf Basis von Elektromobilen bekräftigen.


Hierzu lädt der Vorstand des Vereins „Gemeinsam unterwegs“ recht herzlich ein:

Freitag, den 29.11.2013 um 19:30 Uhr im Ev. Gemeindehaus (neben der Kirche)


Nur wenn es genügend Mitglieder gibt, können die nächsten Schritte (Bestellung der Fahrzeuge, Installation der Ladesäule usw.) in die Wege geleitet werden. Der Vorstand wünscht sich für diesen Abend daher eine gute Beteiligung mit möglichst vielen Vereinsbeitritten.


Sollten im Vorfeld der Veranstaltungen noch Fragen anstehen, können sich alle Schönstädter Bürgerinnen und Bürger direkt an den Vorstand bzw. alle weiteren Projektmitglieder wenden. Die Kontaktdaten hierfür sowie weitere Informationen zum Projekt Carsharing in Schönstadt sind unter www.schoenstadt.net unter dem Link „Elektromobilität“ zu finden.

 

 


 


Bericht im Burgwaldspiegel vom 03. Oktober 2013


 

Gelungene Auftaktveranstaltung zum Carsharing-Projekt in Schönstadt

 

 

Sehr positiv bewerteten die Verantwortlichen des Vereins „Gemeinsam Unterwegs“ - Verein zur nachhaltigen Entwicklung Schönstadt die Auftaktveranstaltung zum geplanten Carsharing-Projekt in Schönstadt. 30 Schönstädter Bürgerinnen und Bürger nutzten die Möglichkeit, sich über den geplanten Ablauf des Projektes informieren zu lassen. Nach der Begrüßung durch Ortsvorsteher Hannes Weber und einleitenden Worten von Pfarrer Michael Fröhlich führte Herwig Hahn vom Vorstand des Vereins durch den weiteren Abend.

In einer Power Point Präsentation wurde den Besuchern das Konzept erläutert. Zunächst wird mit zwei Renault ZOE gestartet, bei entsprechender Beteiligung können weitere Fahrzeuge ergänzt werden. Der Standort der Fahrzeuge sowie der Ladesäule wird vor dem Bürgerhaus sein. Der genaue Platz hierfür wurde schon gemeinsam mit der Gemeinde Cölbe festgelegt. Das Buchen der Fahrzeuge wird über Internet und Smartphone möglich sein. Lösungen für eine telefonische Buchung werden zurzeit noch abgeklärt. Die Autoschlüssel werden per mitgliedsbezogener Chipkarte aus einem Schlüsseltresor am Bürgerhaus entnommen und nach der Fahrt dort wieder abgelegt. Dabei wird die Nutzungszeit erfasst. Das reicht für die Abrechnung, denn bezahlt wird nur nach Zeit. Eine Stunde Nutzung eines Fahrzeuges kostet 3,20 Euro. Alle gefahrenen km sind inklusive. Zusätzlicher geldwerter Vorteil: Bei einer Fahrt nach Marburg ist das Parken von Elektroautos dort an allen städtischen Parkscheinautomaten kostenlos. Der Jahresbeitrag für ein Vereinsmitglied wird 60 Euro betragen, eine Familienmitgliedschaft 80 Euro.

Ein Kostenvergleich, der von Pfarrer Michael Fröhlich gemeinsam mit den Besuchern erarbeitet wurde, zeigte wie attraktiv das Angebot ist. Bei anfallenden Kosten für das eigene Auto von mindestens 2.500 Euro im Jahr (Steuer, Versicherung, Werkstatt, Wertverlust, Kraftstoff) könnte man das Carsharing-Auto 14 Stunden in der Woche nutzen.

Eine Abfrage per Handzeichen am Ende der Veranstaltung ergab, dass 20 der anwesenden Besucher sich einig waren, unter diesen Bedingungen am Carsharing in Schönstadt teilzunehmen. Die zusätzlich erbetene schriftliche Interessenbekundung enthält auch eine Einschätzung der möglichen Anzahl von Fahrten pro Woche. Diese Information benötigt der Verein für die nächsten Schritte. Die Interessenbekundung ist auch von jenen nötig, die an dem Abend nicht teilnehmen konnten und am Carsharing teilnehmen wollen.

 

Die nächsten Schritte:

Die Interessenbekundungen sollen bis spätestens 15. Oktober bei folgenden Adressen abgegeben werden:

Hannes Weber, Am Sohlacker 6 ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! "> Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

Peter Seip, Wenzepfuhl 4 ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! "> Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

Michael Fröhlich, Am Berg 4 ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! "> Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

Oder per Fax oder Email an 03212 / 12 31 736 / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! "> Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gesendet werden.

Bei genügend Rücklauf wird es Ende Oktober / Anfang November eine weitere Veranstaltung geben, bei der die teilnehmenden Schönstädter Bürgerinnen und Bürger dem Verein beitreten können. Start des Carsharing ist dann für Frühjahr 2014 vorgesehen.

Für alle, die am Veranstaltungsabend verhindert waren, wird die Power Point Präsentation unter www.schoenstadt.net unter dem Link Elektromobilität veröffentlicht. Die Interessenbekundung ist dort ebenfalls abgelegt bzw. kann bei den oben genannten Kontaktadressen abgeholt werden. Für Fragen zum Thema stehen der Vorstand sowie die Mitglieder der Projektgruppe jederzeit zur Verfügung.

Nach dem Verlauf des Abends sind sich alle Projektmitglieder einig, dass das Projekt Wirklichkeit werden kann. Nun liegt es an den Schönstädter Bürgerinnen und Bürgern durch die Interessenbekundung und spätere Teilnahme den Weg gemeinsam zu gehen.

 

 

 


 

 

Bericht im Burgwaldspiegel vom 06. September 2013


Auftaktveranstaltung zum Carsharing-Projekt in Schönstadt

 

Nach monatelangem Zusammentragen vieler Fakten und Zahlen, suchen nach Sponsoren und Beantragung von Fördergeldern usw. tritt das Carsharing-Projekt in Schönstadt nun in seine entscheidende Phase. In der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, den 19.09.2013 um 20 Uhr im kleinen Saal des Bürgerhauses soll allen interessierten Schönstädter Bürgerinnen und Bürger die Einzelheiten fürs Mitmachen beim Teilen von Elektrofahrzeugen erläutert werden:

-Was sind die Voraussetzungen für die Teilnahme am Carsharing-Projekt?

-Welche Fahrzeuge sind geplant?

- Was kostet z.B. eine Fahrt von Schönstadt nach Marburg und zurück?

- Wie funktioniert das Buchen der Fahrzeuge und wie wird abgerechnet?

Im Anschluss an diese Erläuterungen werden alle offenen Fragen von den Mitgliedern der Initiative beantwortet. Dann kommt der spannende Punkt des Abends: Wie viele Schönstädter Bürgerinnen und Bürger sind unter den erläuterten Bedingungen bereit, am Carsharing-Projekt teilzunehmen? Dies ist für den Vorstand und die Projektgruppe ein extrem wichtiger Baustein für die Realisierung, denn nur bei einer ausreichenden Beteiligung kann das Carsharing-Projekt auch in die Praxis umgesetzt und die nächsten Schritte eingeleitet werden.

Der Vorstand und die Projektgruppe wünschen sich für diesen Abend eine starke Beteiligung aus dem Ort. Angesprochen sind nicht nur diejenigen, die den damals im Ort verteilten Fragebogen ausgefüllt haben oder die sich beim E-Mobil-Tag vor dem Bürgerhaus für Elektrofahrzeuge begeistert lassen haben, sondern alle interessierten Schönstädter Bürgerinnen und Bürger. Eine Umsetzung des Projektes würde sich einreihen in bereits erfolgreich durchgeführte Projekte (z.B. Nahwärme) und auch andere Orte inspirieren solche Projekte im Sinne unserer Umwelt und Nachhaltigkeit anzustoßen. Es würde dazu beitragen, dass Schönstadt auch für Bürgerinnen und Bürger ohne eigenes Auto dauerhaft ein attraktiver Wohnort bleibt.


Hinweis:

Vor Beginn der Veranstaltung können ab 19:00 Uhr die Elektromobil-Modelle ZOE und Twizy von Renault nochmals angeschaut und begutachtet werden.

 


 


 


Bericht im Burgwaldspiegel vom 08. August 2013


CarSharing-Trägerverein für Schönstadt gegründet –

Es wird konkret


Ende Juni wurde der Verein „Gemeinsam unterwegs“ – Verein zur nachhaltigen Entwicklung Schönstadt gegründet.

Er ist der Trägerverein für das geplante CarSharing Angebot, soll aber auch als gemeinnützige Basis für weitere zukünftige Projekte dienen. Dazu sind die Ziele des Vereins weiter gefasst.

Es sind dies:

- Förderung eines umweltfreundlichen Mobilitätskonzeptes als Beitrag zum Klimaschutz und der Ressourcenschonung

- Förderung regionaler Kreisläufe und fairen wirtschaftlichen Austausch

- Förderung des bürgerrechtlichen Engagements und Stärkung der lokalen gemeinwohlorientierten Strukturen.

Die Unterlagen zur Eintragung in das Vereinsregister sind mittlerweile beim Amtsgericht in Marburg eingereicht, ebenso der Antrag auf Gemeinnützigkeit beim Finanzamt Marburg.

Mit dem Verein gibt es nun einen „offiziellen“ Ansprechpartner für Firmen (Angebote), Sponsoren und Behörden, insbesondere aber für die Beantragung von möglichen Fördergeldern aus dem EU LEADER Programm.

Erste Vorsitzende ist Regine Hassenpflug, ihr Stellvertreter ist Herwig Hahn. Als Kassenwart ist Pfarrer Michael Fröhlich im Vorstand vertreten. Als Beisitzer fungieren Malte Graefe, Johannes Weber und Stefan Schulte.

Die Kontaktdaten des Vorstandes werden demnächst auf der Schönstädter Homepage unter www.schoenstadt.net unter dem Link „Elektromobilität“ veröffentlicht. Bei Fragen zum Stand des Projektes oder zum neu gegründeten Verein können sich alle Interessierten direkt an den Vorstand wenden.

Vormerken sollten sich alle interessierten Schönstädter Bürgerinnen und Bürger Donnerstag, den 19.09.2013. Hier wird um 20 Uhr im kleinen Saal des Bürgerhauses der Startschuss für das CarSharing Angebot fallen. Das Konzept, die Nutzungsbedingungen und die Preise werden erläutert und es wird die Gelegenheit geben sich die Teilnahme am CarSharing Angebot zu sichern. Alle Verantwortlichen wünschen sich für diesen Abend eine hohe Besucherresonanz, denn nur wenn genügend Schönstädter Bürgerinnen und Bürger ihre Bereitschaft erklären mitzumachen, kann das Projekt umgesetzt werden.

Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung werden noch rechtzeitig bekannt gegeben.



 


 

Bericht im Burgwaldspiegel vom 5. Juli 2013

 

„Schöner-Mobil-Tag“ in Schönstadt ein voller Erfolg


Ein positives Fazit konnte die Projektgruppe „schöner-mobil“ und die beteiligten Aussteller am angebotenen „Schöner-Mobil-Tag“ ziehen. Das Ziel die Schönstädter Bürgerinnen und Bürger für das Fahren mit Elektrofahrzeugen und Elektrofahrrädern zu begeistern und damit das Interesse für das geplante CarSharing in Schönstadt zu wecken, wurde erreicht. 200 neugierige Besucher aus Schönstadt und Umgebung nutzten die Gelegenheit um vor Ort Testfahrten mit den ausgestellten Fahrzeugen und Fahrrädern durchzuführen. In den anschließenden Gesprächen wurden dann die Eindrücke der Testfahrten reflektiert und die Aussteller beantworteten alle offenen Fragen zur Technik der E-Cars und E-Bikes. Die Projektgruppe präsentierte die Ergebnisse aus der im Ort durchgeführten Fragebogenaktion und erläuterte den aktuellen Stand des Projektes. Volker Carle, Bürgermeister der Gemeinde Cölbe und Schirmherr der Veranstaltung, zeigte sich zuversichtlich, dass das Projekt auch in der Praxis umgesetzt wird. „Wenn ein Ort das schaffen kann, dann Schönstadt“, so Volker Carle in seiner Begrüßungsrede. Auch die jungen Besucher hatten ihren Spaß an der Veranstaltung. Während die Kleineren von Clown Semillita unterhalten wurden, hatten die Größeren einen riesigen Spaß mit dem Elektrotrailmotorrad einen vorgegebenen Parcours zu absolvieren. Für das leibliche Wohl sorgten in bewährter Weise der Kirchenchor und die Freiwillige Feuerwehr Schönstadt.

Mittlerweile wurde ein Trägerverein gegründet, über den das CarSharing abgewickelt werden soll. Der Verein trägt den Namen „Gemeinsam unterwegs“ – Verein zur nachhaltigen Entwicklung Schönstadt.

Als nächste Schritte wird die Projektgruppe nun alle Fakten und Kosten, die mit dem CarSharing-Projekt verbunden sind, sammeln und zusammenstellen. Bei einer Bürgerinformation (der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben) wird dann den Schönstädter Bürgerinnen und Bürgern die geplante Organisation des CarSharing erläutert. Dort werden auch die Berechnungen vorgestellt, was das Ausleihen eines Fahrzeuges bzw. Fahrrads für jeden Einzelnen kostet. Bei einem weiteren Termin (ca. 2 Wochen später) soll dann das CarSharing aus der Taufe gehoben werden, indem alle interessierten Personen Mitglied im Verein werden. Dann steht der Umsetzung des Carsharing mit Elektromobilen in Schönstadt nichts mehr im Weg.

Die Fragebogenaktion läuft unterdessen weiter. Wer Interesse hat, kann sich den Fragebogen bei den bekannten Adressen abholen oder auch auf der Homepage von Schönstadt unter www.schoenstadt.net runterladen. Hier sind auch aktuelle Informationen zum Thema unter dem Link „Elektromobilität“ zu finden.

 

 


 

Bericht in der Oberhessischen Presse vom 17. Juni 2013

Elektrisch mobil rund um Schönstadt

Etwa 200 Besucher kam zum Schöner-Mobil-Tag nach Schönstadt, um sich über Elektromobilität zu informieren. Die Gelegenheit zu Probefahrten wurde ausgiebig genutzt.

Clown Semillita auf dem ersten Serien-Elektrotrialmotorrad, dem EM 5.7 Electric Motion.

Clown Semillita auf dem ersten Serien-Elektrotrialmotorrad, dem EM 5.7 Electric Motion.

© Manfred Schubert

 

Schönstadt. Viel mehr an Interessenten hätten sie gar nicht bewältigen können, waren von den Ausstellern der vier- und zweirädrigen Fahrzeuge zu hören. Fünf Stunden lang bewegten sich am Samstag ständig der neue Zoe und der pfiffige Twizy, die von den Mitarbeitern des Marburger Autohauses Renault-Gnau neben den ebenfalls elektrisch angetriebenen Kangoo Z.E. und Fluence Z.E. vorgestellt wurden, sowie der Peugeot i-on vom Autohaus Salzmann aus Rosenthal durch und um Schönstadt.

Ganz zu schweigen von den Elektrofahrrädern, von denen die Firma Wießner aus Gladenbach verschiedene Modelle mitgebracht hatte. Ganz ohne Abgase und fast geräuschlos. Lediglich dann, wenn die Elektroautos unter 30 Stundenkilometern fahren, geben sie dezente Geräusche von sich, um Fußgänger auf sich aufmerksam zu machen.

Besonders eindrucksvoll war es, zu erfahren, dass sich mittlerweile Elektrofahrzeuge im sportlichen Wettbewerb gegen ihre lärmende und stinkende Konkurrenz durchsetzen können. Am Stand der Firma Sames Solar GmbH aus Marburg, die eigentlich Photovoltaikanlagen plant und installiert, war das erste Serien-Elektrotrialmotorrad der Welt, das EM 5.7 Electric Motion aus Frankreich, zu sehen sowie einige Kinder-Trialmotorräder. Als zusätzliches Geschäftsfeld vertreibt Sames die Elektrofahrzeuge. Geschäftsführer Jojakim Sames erklärte, mit der EM 5.7 bereits einige Male bei Trial-Wettbwerben auf dem Siegertreppchen gestanden zu haben. Ein Vorteil sei unter anderem, dass die Kraft des elektrischen Antriebs besser zu dosieren sei.

Apropos Kraft: selbst ein Kindermotorrad mit 2 Kilowatt Leistung, das für die Probefahrten auf dem Bürgerhausgelände heruntergedrosselt war, überraschte mit seinem kräftigen Durchzug. Mitgebracht hatte Sames eine seiner neuen Kompaktsolaranlagen, mit denen er seine Motorräder „betankte“.

Nebenbei schaffte es Clown Semillita auch ohne Elektrizität, Kinder und Jugendliche in Bewegung zu versetzen, mit Seilspringen und Jonglieren. Aber er nutzte auch das Elektrotrialmotorrad für akrobatische Vorführungen.Marco Hofmann, Geographiestudent der Universität Marburg, präsentierte Ergebnisse der Umfrage, an der sich 65 Haushalte mit 165 Personen in Schönstadt beteiligt hatten. 70 Prozent davon können sich vorstellen, Car Sharing mit Elektroautos zu nutzen, 20 Prozent gaben „vielleicht“ an. Die eingeschränkte Reichweite von Elektrofahrzeugen, derzeit geht man von 150 bis 170 Kilometern aus, sei kein Thema.

Die allermeisten gaben an, unter der Woche Strecken bis zu 30 Kilometern, am Wochenende bis zu 50 Kilometern zu fahren. An der Spitze der Anlässe, zu denen man das Carsharing nutzen würde, standen mit je 19 Prozent Einkauf und Freizeit. 49 Prozent der Befragten sind berufstätig, etliche merkten an, für sie wäre es interessant, zur Arbeit nach Marburg fahren und dort das Fahrzeug stehenlassen zu können.

Für 41 Prozent der Befragten sei die Höhe der Nutzungsgebühr „sehr wichtig“, für 46 Prozent die spontane Nutzbarkeit der Fahrzeuge.

Das größte Interesse an gemeinschaftlich genutzten Elektrorädern zeigten Rentner mit 38,5 Prozent. Die vollständige Auswertung soll demnächst auf www.schoenstadt.net zu sehen sein. „Wir hoffen, dass wir das E-Car-Sharing in Schönstadt realisieren können“, sagte Ortsvorsteher Hannes Weber, Koordinator der Veranstaltung. „Wenn ein Ort das schaffen kann, dann Schönstadt“, zeigte sich Bürgermeister Volker Carle, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, zuversichtlich.

Dieser erste Aktionstag der Projektgruppe „Schöner mobil“, deren Gründung Pfarrer Michael Fröhlich als Umweltbeauftragter des Kirchenkreises Kirchhain angestoßen hatte, verlief jedenfalls vielversprechend. Fröhlich hatte Ende 2012 die Idee, nichtkommerzielles Car Sharing mit Elektroautos in Schönstadt auszuprobieren.


von Manfred Schubert

 

 


 

Bericht in der Oberhessischen Presse vom 14. Juni 2013

 

Schönstadt will sich elektrisch mobil machen

 

„Schöner-Mobil-Tag“ zum CarSharing am 15. Juni – Ausstellung von Elektroautos und Elektrofahrrädern

 

Schönstadt hat das deutschlandweit größte Nahwärmenetz seiner Art über eine Bürgergenossenschaft errichtet. Nun denkt man weiter in die Zukunft.

Über ein nichtkommerzielles Carsharing-Modell wollen die Schönstädter auch die Elektromobilität im Dorf erschwinglich machen. Ausgangspunkt war die Beobachtung des eigenen Fahrverhaltens von Pfarrer Michael Fröhlich, zudem Umweltbeauftragter des Kirchenkreises Kirchhain. „Die meisten Autofahrten liegen unter 20 bis 30 Kilometern“, bemerkte er. Das ist mit den aktuellen Reichweiten von Elektroautos locker abzudecken. Ende 2012 sandte er eine E-Mail mit der Idee herum, nichtkommerzielles CarSharing mit Elektroautos in Schönstadt auszuprobieren. Daraus entstand die Projektgruppe „Schöner mobil“, die sich seit einem halben Jahr alle zwei bis drei Wochen mit derzeit zehn regelmäßigen Teilnehmern trifft. Das Ziel: nach dem CarSharing-Modell sollen Elektroautos und Elektrofahrräder angeboten werden. Ebenso ist an die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten und Bildung von Fahrgemeinschaften gedacht. Welche Fahrzeuge angeschafft werden, darüber können die Schönstädter mit entscheiden. Um zu zeigen, was es für Modelle gibt sowie ganz allgemein die breite Öffentlichkeit aus Schönstadt und Umgebung anzusprechen und zu informieren, findet am Samstag, 15. Juni, ein „Schöner-mobil-Tag“ rund ums Bürgerhaus statt. Von 12 bis 17 Uhr werden zahlreiche Firmen ihre Elektroautos und Elektrofahrräder zeigen und Fragen rund um das Thema beantworten. Mit von der Partie sind das Autohaus Renault-Gnau aus Marburg mit den Modellen Twizzy, Kangoo Z.E. und Fluence Z.E. sowie dem neuen Zoe, das Autohaus Salzmann aus Rosenthal mit einem i-on Peugeot und Elektrofahrrädern, die Firma German E Cars aus Grebenstein mit einem Stromos und Fahrrad-Wießner aus Gladenbach mit E-Bikes. Die Stadtwerke Marburg werden ebenfalls einige ihrer zehn Elektroautos vorführen. Bürgermeister Dr. Franz kahle verwies auf das gute Netz an Stromtankstellen und sagte: „Wir fördern den Kauf eines Elektroautos mit 750 euro und in der Stadt dürfen strombetriebene Fahrzeuge kostenlos parken.“ Ein interessanter Aspekt für Schönstädter, deren Weg oft nach Marburg führt. Ortsvorsteher Hannes Weber, Koordinator der Veranstaltung ergänzte, das der Clown Semillita die Kinder mit Einrad, Jonglage und weiteren Auftritten unterhalten wird, während die Eltern Probefahrten unternehmen. Um das leibliche Wohl der Besucher kümmern sich die Freiwillige Feuerwehr und der Kirchenchor Schönstadt, der Kaffee und Kuchen anbietet. „Mit der Nahwärme, an die 80% der Haushalte angeschlossen sind, haben wir den größten Brocken an CO2-Ausstoss angepackt. Nun geht es im zweiten Schritt an den Individualverkehr. Wir hoffen, dass Viele sich einen Einblick verschaffen und Probefahrten unternehmen.“ Cölbes Bürgermeister Volker Carle hat bereits angekündigt, dass die Gemeinde im nächsten Jahr Elektroautos anschaffen wird, die an den Wochenenden beim CarSharing in Schönstadt bereitgestellt werden. Das Projekt wird zudem wissenschaftlich unterstützt. In Schönstadt wurde in den vergangenen Wochen mit der Universität Marburg per Fragebogen versucht, den genauen Bedarf zu ermitteln. 65 Haushalte, in denen 165 Personen leben, antworteten. 45 Haushalte signalisierten, beim Elektroteilen dabei sein zu wollen. Geographiestudent Marco Hofmann wird die Auswertungsergebnisse am Samstag präsentieren. Besonders am Wochenende zeichne sich eine Nachfrage an Gemeinschaftsfahrzeugen ab. Buchen können soll man man die Fahrzeuge per Smartphone, Internet und voraussichtlich auch telefonisch, denn fast 40% der Befragten haben sich eine Reservierungsmöglichkeit am Telefon gewünscht. Die Region Burgwald-Ederbergland zieht ebenfalls mit. Der Verein will aus dem Leader-Kontingent Fördermittel bereitstellen. „Auch in Oberrosphe und Rosenthal gibt es Überlegungen, Gemeinschaftsfahrzeuge anzuschaffen“, sagt der Vorsitzende der Region, Bürgermeister Kai-Uwe Spanka. Carola Carius, frühere Ortsvorsteherin und Vorstandsmitglied der Region, wie darauf hin, dass viele ältere Bürger oft höchstens 3000 Kilometer im Jahr führen und es für sie wirtschaftlicher wäre, sich ein Auto zu teilen. Oder für solche mit kleiner Rente oder geringem Einkommen, die sich ein eigenes Auto nicht leisten können, ergänzte Angela Schönemann, selbst CarSharing-Nutzerin.

von Manfred Schubert


 


 

Bericht im Burgwaldspiegel vom 07. Juni 2013

 

„Schöner-Mobil-Tag“ am 15. Juni in Schönstadt

 

Seit Anfang des Jahres gibt es in Schönstadt die Projektgruppe „Schöner mobil“. Initiiert von Pfarrer Michael Fröhlich, dem Umweltbeauftragten des Kirchenkreises Kirchhain, treffen sich regelmäßig Schönstädter Bürgerinnen und Bürger um ein besonderes Projekt Wirklichkeit werden zu lassen: nach dem Car Sharing-Modell sollen Elektroautos und Elektrofahrräder angeboten werden. Ebenso ist an die Vermittlung von Fahrgemeinschaften gedacht. Welche Fahrzeuge angeschafft werden, darüber können die Schönstädter Bürgerinnen und Bürger mit entscheiden. Im Rahmen eines „Schöner-Mobil-Tages“ werden am Samstag, den 15.06.2013 von 12 – 17 Uhr zahlreiche Firmen ihre verschiedenen Modelle an Elektroautos und Elektrofahrrädern zeigen und allen Interessierten Fragen rund um das Thema beantworten. Mit von der Partie sind das Autohaus Renault-Gnau aus Marburg mit den Modellen Twizzy, Kangoo Z.E. und Fluence Z.E. sowie dem neuen Zoe, das Autohaus Salzmann aus Rosenthal mit einem Peugeot i-on und Elektrofahrrädern, die Firma German E Cars aus Grebenstein mit einem Stromos und schließlich Fahrrad Wießner aus Gladenbach mit E-Bikes der Modelle Kalkhoff. Als Koordinator der Veranstaltung zeigt sich Ortsvorsteher Hannes Weber zuversichtlich, dass viele Menschen aus Schönstadt und Umgebung sich informieren werden. Bei den Vorbereitungen wurde auch an die „kleinen“ Besucher gedacht. Während die Eltern eine Probefahrt durchführen, unterhält der Clown Semillita die Kinder mit seinem Einrad, Jonglier-Kunsttücken und kleinen Auftritten. Für das leibliche Wohl sorgt in bewährter Weise die Freiwillige Feuerwehr Schönstadt. Der Kirchenchor Schönstadt bietet Kaffee und Kuchen an. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat Bürgermeister Volker Carle übernommen. „Unsere Gemeinde kann mit einem solchen Vorzeigeprojekt, das den Zusammenhalt im Ort stärkt und die Umwelt entlastet, nur gewinnen“, zeigt sich der Bürgermeister erfreut über die vielfältigen Aktivitäten.

In Schönstadt selbst wurde in den letzten Wochen mit der Universität Marburg eine Fragebogenaktion durchgeführt, um den genauen Bedarf für das Projekt ermitteln zu können. Mit Rückläufen aus 65 Haushalten, in denen 165 Personen leben, ist die Projektgruppe mit der Resonanz sehr zufrieden. Davon haben bereits 45 Haushalte signalisiert, beim Elektromobil-Teilen dabei zu sein. „Mit einem so tollen Rücklauf und so großer Zustimmung haben wir gar nicht gerechnet“, sagt Carola Carius, die frühere Ortsvorsteherin und Vorstandsmitglied der Region Burgwald-Ederbergland. Gebucht werden können die Fahrzeuge per Smartphone, Internet und voraussichtlich auch telefonisch. Denn fast 40% der Befragten haben sich eine Reservierungsmöglichkeit am Telefon gewünscht. Marco Hofmann, der die Umfrage im Rahmen seiner Bachelorarbeit auswertet, weist darauf hin, dass besonders am Wochenende eine Nachfrage an Gemeinschaftsfahrzeugen besteht. Hier kommt dem Projekt die Unterstützung der Gemeinde Cölbe zu Gute. So hat Bürgermeister Carle bereits angekündigt, dass die Gemeinde sich im nächsten Jahr Elektroautos anschaffen wird, die dann an den Wochenenden beim Car Sharing in Schönstadt bereitgestellt werden.

Auch von der Region Burgwald-Ederbergland erfährt das Projekt starken Rückenwind. So ist der Verein gewillt, aus dem LEADER-Kontingent Fördermittel bereitzustellen. „Für die Region stellt das Schönstädter Modellprojekt einen vorbildlichen Baustein zur Nachhaltigkeit dar. Nachdem das Bioenergiedorf beim Heizen viel CO² einspart, wird nun auch im Verkehrssektor ein Klimaschutzfaktor geleistet“, sagt der Vorsitzende der Region Bürgermeister Kai-Uwe Spanka. „Auch in Wetter-Oberrosphe und Rosenthal gibt es Überlegungen sich Gemeinschaftsfahrzeuge anzuschaffen“, so Spanka. Dass Fahrzeuge in Gemeinwohlprojekten mit 50% gefördert werden können, dafür hatte sich der Regionalmanager und Projektleiter Stefan Schulte beim Wirtschaftsministerium mit Erfolg eingesetzt.

Auch die Stadt Marburg unterstützt das Projekt. Bürgermeister Dr. Franz Kahle verweist auf das gute Netz an Stromtankstellen: „Wir fördern Elektromobilität, indem in der Stadt strombetriebene Fahrzeuge kostenlos parken dürfen.



Bei hoffentlich schönem Wetter wünschen sich alle Beteiligten eine hohe Resonanz. Selbstverständlich sind auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger anderer Ortschaften recht herzlich zum „Schöner-Mobil-Tag“ eingeladen, um sich über die verschiedenen Fahrzeuge zu informieren.



 


 

 

Bericht im Burgwaldspiegel vom 10. Mai 2013

 

Besuch der Schönstädter Projektgruppe „Schöner mobil“ in Niederkaufungen

 

Mehrere Mitglieder der Projektgruppe „Schöner mobil“ besuchten die „Kommune“ in Niederkaufungen um sich vor Ort rund um das Thema Elektromobilität zu informieren.

Die „Kommune“ ist eine Hofgemeinschaft, die aktuell aus 80 Personen besteht (60 Erwachsene und 20 Kinder) und sich um eine nachhaltige und sozialverträgliche Lebens- und Wirtschaftsweise bemüht, die energie- und ressourcenschonend ist. Für den privaten Bedarf sowie für die verschiedenen Wirtschaftsbereiche (Hofladen, Kindertagesstätte, Baufirma, Schreinerei und Schlosserei) werden fast ausschließlich Elektromobile und Elektrofahrräder genutzt.

Die gesamte Palette des Fuhrparks wurde unter dem Forschungsprojekt „Zukunft erFahren“ angeschafft und ist Teil der „Modellregion Elektromobilität Rhein/Main“. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Ziel des Projektes ist es, Mobilitätsverhalten mit angepassten modernen Elektro-Leichtfahrzeugen unter Alltagsbedingungen zu untersuchen und die Fahrzeuge der Öffentlichkeit bekannt und zugänglich zu machen.

Gleich zwei engagierte Fachleute der Gemeinschaft erzählten von ihren Erfahrungen und wir konnten Vieles zum neuesten Stand der Technik lernen. Die positive Resonanz zur täglichen Nutzung von Elektromobilen und die kompetente Beantwortung unserer Fragen gaben uns viele Impulse für die weiteren Schritte unseres eigenen Projektes.

Mit ausgedehnten Probefahrten auf den verschiedensten Fahrzeugen, vom leichten Elektrorad über Lastenfahrräder, zwei- und viersitzige Elektroautos bis hin zu einem Klein-LKW, konnten wir uns von der Praxistauglichkeit der Modelle überzeugen. Der Spaß kam dabei nicht zu kurz.

Ein rundum gelungener Tag, der uns für die weitere Arbeit unseres Projektes sehr motiviert hat.

Wer mehr über das Forschungsprojekt in Niederkaufungen erfahren möchte, kann sich unter www.zukunfterfahren.de informieren. Informationen zu unserem Projekt können unter www.schoenstadt.net nachgelesen werden.

Weiterhin möchten wir alle Schönstädterinnen und Schönstädter dazu aufrufen, die Fragebogen weiterhin auszufüllen und bei den bekannten Abgabestellen einzuwerfen, bzw. elektronisch zu verschicken. Ebenso möchten wir an den „Schöner-mobil-Tag“ am Samstag, den 15.06.2013 rund um das Bürgerhaus erinnern. Nähere Informationen zum Ablauf der Veranstaltung werden demnächst mitgeteilt.


Ihre Projektgruppe „Schöner Mobil“




 

 


 

Bericht in der Oberhessischen Presse vom 25. März 2013

 

Carsharing-Konzept

Schönstadt will gemeinsam mobil sein

Seit Januar gibt es im Bioenergiedorf Schönstadt eine Projektgruppe, die das Zukunftthema Verkehr anpacken will. Geplant ist ein Carsharing-Projekt für das Dorf, das ausschließlich auf Elektrofahrzeugen beruht.
 
Wollen das Bioenergiedorf Schönstadt elektromobil machen (von links): Marco Hofmann, Pfarrer Michael Fröhlich, Bürgermeister Volker Carle, die stellvertretende Ortsvorsteherin und Projektmitarbeiterin Barbara Fiebiger, Gerhard Petri, Ortsvorsteher Hannes Weber, Herwig Hahn und Regionalmanager Stefan Schulte.

Wollen das Bioenergiedorf Schönstadt elektromobil machen (von links): Marco Hofmann, Pfarrer Michael Fröhlich, Bürgermeister Volker Carle, die stellvertretende Ortsvorsteherin und Projektmitarbeiterin Barbara Fiebiger, Gerhard Petri, Ortsvorsteher Hannes Weber, Herwig Hahn und Regionalmanager Stefan Schulte.

© Martina Koelschtzky
 
 

Schönstadt. „Vielleicht sind wir ein bisschen früh dran, aber einer muss ja anfangen“, sagt Schönstadts Ortsvorsteher Hannes Weber. Nach der Nahwärmegenossenschaft, die 290 Haushalte mit erneuerbarer Energie beheizt, wollen die Schönstädter nun den Verkehr angehen.

Die Idee für die Projektgruppe „Elektromobil teilen“stammt von Pfarrer Michael Fröhlich, Dorfpfarrer und Umweltbeauftragter im Kirchenkreis Kirchhain. Der hatte sich überlegt, dass mit einem ehrenamtlichen Carsharing-Projekt die heute noch bestehenden Nachteile von Elektrofahrzeugen - hoher Anschaffungspreis und geringe Reichweite - gemeinsam aufgefangen werden können. Und alle können gemeinsam die Vorteile nutzen: Geringer Verschleiß und geringer Verbrauch, der noch dazu von vor Ort hergestelltem Strom aus erneuerbaren Energien bestritten werden kann.

Die Idee begeisterte sofort ein gutes Dutzend Schönstädter. Mehrere Elektroautos und auch Elektrofahrräder sollen angeschafft und im Ort verteilt stationiert werden. Eine Elektrotankstelle soll am Bürgerhaus entstehen. Die Elektrofahrräder sind besonders Projektkoordinator Hannes Weber wichtig. „Sie lohnen sich zwar im Verleih finanziell nicht, aber ich denke, wir können mit der Ausleihmöglichkeit viele Leute von den Vorzügen überzeugen und sie schaffen sich selbst eins an“, hofft er.

Auch Regionalmanager Stefan Schulte von der Region Burgwald-Ederbergland war sofort von der Idee überzeugt. „Auch das Nachbar-Bionenergiedorf Oberrosphe hat sich an ein Verkehrskonzept gemacht, in Rosenthal gibt es Ansätze, die Zeit ist reif“, sagt er. Er arbeitet an einer Förderung als Leader-Projekt der EU und steuerte einen weiteren wichtigen Baustein für das Projekt bei - indem er einen Tramper im Auto mitnahm, dem er von dem Projekt erzählte.

Der Mitfahrer, der Geograf Marco Hofmann, war von der Idee fasziniert und machte sie zum Thema seiner Examensarbeit. Und so recherchierte er über andere Carsharing-Projekte in Dörfern und über Elektromobilität und entwickelte einen Fragebogen, mit dem gegenwärtig der Bedarf und die Bedürfnisse der Schönstädter abgefragt werden. „Das ist für uns unschätzbar, die Aufarbeitung anderer Carsharing-Modelle und die Umfrage hätten wir als Ehrenamtliche nicht leisten können“, freut sich Herwig Hahn von der Projektgruppe.

Mit im Boot ist auch die Gemeinde Cölbe, deren Bürgermeister Volker Carle (parteilos) das Projekt „voll unterstützt“. Die Gemeinde wird auch ihre eigenen Fahrzeuge, die ebenfalls auf Elektrobetrieb umgestellt werden sollen, ab Freitag nachmittag über das Wochenende mit in den Carsharing-Pool in Schönstadt einbringen, kündigt er an. „So kann die Nachfrage an den Wochenenden aufgefangen werden“, sagt er. Elektromobilität, am besten mit vor Ort produziertem Strom aus erneuerbaren Energien, sei ein Baustein, um die Wertschöpfung in der Region zu halten, ist er überzeugt.

Finanzierbar soll das durch die ehrenamtliche Organisation und die Förderung durch Gemeinde und Region bleiben. Es soll für jedes Fahrzeug einen Paten aus der Projektgruppe geben, der sich um „sein“ Fahrzeug kümmert, planen die Aktiven. „Für die Nutzer wird es nicht teurer werden als konventionelle Carsharing-Angebote“, ist Pfarrer Fröhlich überzeugt. „Wir denken an ein Vereinskonzept mit einem Grundbeitrag und Verbrauchsanteilen.“ Auch eine soziale Staffelung soll in den Preis einfließen, wünscht er sich.

Dass die Kosten im Rahmen bleiben, dazu will auch das Renault-Autohaus Gnau beitragen. Prokurist Gerhard Petri schlägt ein neues Modell vor, das im Sommer kommen wird und mit einem Anschaffungspreis von rund 20000 Euro im Bereich üblicher Mittelklassewagen liegt.

Wieviele und welche Fahrzeuge es in Schönstadt geben wird, entscheidet sich nach den Ergebnissen der Umfrage. Die Fragebögen liegen in der örtlichen Sparkasse aus und können bis zum 15. April dort oder bei Pfarrer Fröhlich, Ortsvorsteher Weber oder Carola Carius abgegeben werden. Auch im Internet kann man sie unter der Adresse www.schoenstadt.net herunterladen.

von Martina Koelschtzky

Zusätzliche Informationen

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